Die Pfarre

Geschichte und Kunst der Pfarrkirche Kulm-Ramsau - Hl. Rupert 

 

Willkommen in unserer Pfarre



Die Pfarre Kulm in der Ramsau ist eine katholische Diasporagemeinde in der großen steirischen Fremdenverkehrsregion im oberen Ennstal und zählt dzt. ca. 440 Mitglieder. Sie gehört seit 2012 zum Pfarrverband mit Assach, Haus, Schladming und Pichl. Die Bewohner der politischen Gemeinde Ramsau am Dachstein gehören großteils der evangelischen Kirche an. Das Leben in der Gemeinde ist stark vom Tourismus geprägt. Wenn Sie als Urlauber zu uns kommen, laden wir Sie herzlich ein, an unserem Pfarrleben teilzunehmen und unsere Gottesdienste mitzufeiern.
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Das Kirchenschiff



Das Kirchengebäude gliedert sich in das einschiffige Langhaus mit dem ursprünglichen romanischen Mauerkern und dem im Jahre 1444 angebauten dreijochigen und netzgewölbten Chorraum mit 5/8 Schluss. Als baukundliche Eigenart ist die Achsenbrechung zwischen Kirchenschiff und Chorraum zu erwähnen. Dieser Achsenknick wird gelegentlich symbolisch als Neigung des Hauptes Christi bei seinem Tod am Kreuz gedeutet. Anlässlich der letzten Renovierung 1996 wurden der Chorraum entsprechend den Richtlinien des 2. Vatikanischen Konzils umgestaltet, die Fresken behutsam restauriert, ein Taufstein errichtet und die 6 Luster angeschafft. Das Triumphbogenkreuz stammt aus dem 17. Jahrhundert.

 

Der Hochaltar



Der Hochaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat in der Mitte das Bild des Kirchenpatrons, des hl. Rupert. Darüber findet sich ein Marienbild, eine Kopie nach Lucas Cranach. An der linken Seite die Figur des hl. Ignatius von Loyola, des Gründers des Jesuitenordens mit dem Leitspruch "Omnia ad maiorem Dei gloriam" ("Alles zur größeren Ehre Gottes"); rechts der hl. Franz Xaver, Jesuit und Missionar (mit dem Kreuz in der Hand). Die beiden Heiligen erinnern wohl an die Missionen, die die Jesuiten und die Petriner aus Salzburg in der Gegenreformation Mitte des 18. Jahrhunderts in der Ramsau (ohne Erfolg) durchführten

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Hl. Rupert



Die gotische Holzfigur im Chorraum rechts - um das Jahr 1460 entstanden - stellt nach allgemeiner Meinung den hl. Rupert, den Kirchenpatron dar. Ein Detail der Darstellung, nämlich ein herabhängendes Tüchlein am Hirtenstab würde allerdings ein Hinweis darauf sein, dass die Figur einen Abt darstellt, der dem Bischof unterstellt ist. Auch findet sich kein charakteristisches Attribut des hl. Rupert bei der Figur. Wie dem auch sei, der hl. Rupert war Gründer des Stiftes St. Peter in Salzburg und als dessen Abt auch erster Bischof von Salzburg. Seinen Mitbrüdern und deren Nachfolgern, die in weiten Teilen des heutigen Österreich und auch Bayerns als Missionare gewirkt haben, verdanken wir den christlichen Glauben in unserem Land.

 

Der Volksaltar



Der Altar, an dem die hl. Messe gefeiert wird, stellt symbolisch Christus dar. Er ist die Mitte seiner Kirche und ihr Haupt. Unser Volksaltar wurde nach einem Entwurf des steirischen Künstlers Prof. Franz Weiß 1975 angefertigt. Unter der Altarplatte findet sich eine Plastik, die einen Pelikan darstellt. In der ma. Kunst und Literatur findet sich die Legende, der Pelikan nähre seine Nachkommen mit dem eigenen Blut, bis er selbst sterbe; er wurde daher zu einem verbreiteten Symbol für Christi Opfertod (siehe Gotteslob Nr. 497,6)
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Der Ambo



Der Ambo ist der Ort der Verkündigung des Wortes Gottes im Gottesdienst und ersetzt in vielen Kirchen die früher allgemein übliche Kanzel. Wie der Volksaltar wurde unser Ambo auch 1975 von Prof. Franz Weiß entworfen und mit der Taube, dem Symbol des Heiligen Geistes geziert. Beim Ambo werden die Lesungen aus der Hl. Schrift vorgetragen, die durch die Eingebung des Heiligen Geistes als Wort Gottes uns überliefert ist. Am Ambo wird die Botschaft des Gotteswortes in der Predigt oder Homilie durch die beauftragten Verkünder (Bischof, Priester, Diakon) ausgelegt.
 

Marienaltar (links)



Altaraufbau mit dem um 1760 entstandenen Marienbild stammt aus der ehemaligen Minoritenkirche in Bruck an der Mur und wurde anlässlich der Renovierung im Jahr 1952 unter Pfarrer Franz Paier für die Kulmkirche erworben. Das Altarblatt ist eine Darstellung der "Maria Immaculata", der "ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria". Ein Marienaltar oder eine Marienstatue findet sich in fast jeder katholischen Kirche und weist auf die Bedeutung Mariens hin, die uns den Erlöser geboren hat. Die Kirchenkonstitution des 2. Vat. Konzils bezeichnet sie auch als "Mutter der Kirche".
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Dreifaltigkeitsaltar (rechts)



Dieser frühbarocke Altar entstand in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts und zeigt im Altarblatt die Heiligste Dreifaltigkeit (Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist). Das Bekenntnis zum einen Gott in drei Personen ist ein Spezifikum des christlichen Glaubens, das uns im Neuen Testament geoffenbart wurde. 2 kleine Engel mit Rauchfass auf dem Gebälk oberhalb des Dreifaltigkeitsbildes können uns an den Psalm 141 erinnern, wo es heißt: "Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf." Dazwischen das Bild des hl.Josef mit Jesuskind (ca. 1770). 

Orgel



Die Orgel wurde 1987 auf Initiative der langjährigen Pfarrschwester von Kulm, Dr. Margarete Stolla, von der Orgelbaufirma Krenn in Graz gebaut. Sie hat acht Manual- und zwei Pedalregister. Die Schleierblätter (vordere Abdeckung der Orgel) stammen vom Holzschnitzer Norbert Simonlehner aus Schladming.
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Taufstein

Taufbrunnen

Der Taufbrunnen (oder Taufstein) ist der bevorzugte Ort der Taufspendung. Durch die Taufe wird ein Mensch in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und ein Kind Gottes. Neben dem Taufbrunnen steht der Osterleuchter, auf dem außerhalb der österlichen Zeit die Osterkerze steht - Symbol für Christus, das Licht der Welt. Unser  "Taufbrunnen" samt Osterkerzenleuchter stammt von DI Franz Eitzinger, Graz (1996) - Glasschhale mit Marmorsockel.