Bischofsvisitation

im Seelsorgeraum Oberes Ennstal

Fotos und Bericht

Von 9. bis 13. Oktober besuchte Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl kirchliche und weltliche Einrichtungen in den 11 Pfarren umfassenden Seelsorgeraum. Vordergründiges Ziel war in Anlehnung an die Ausrichtung der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konziles‚ “Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, wahrzunehmen. Und aus Sicht des Diözesanleiters die motivierende Botschaft an Alle, sich auf die Kirchenentwicklung gemäß Zukunftsbild und Seelsorgeraumkonzept einzulassen. Bereits im Vorfeld ergab sich beim Erntedankgottesdienst in Kleinsölk am 7. Oktober die Gelegenheit zur Begegnung mit dem Bischof. Die erste dialogische Zusammenkunft fand mit Priestern und Hauptamtlichen am Dienstag-Nachmittag in St.Nikolai in der Sölk statt. „Hoch auf den Dachstein“ erfolgte der Ausblick mit Touristikern und den Bürgermeistern der Region auf Entwicklungen und Strukturreformen. Als erster katholischer Bischof betrat im Rahmen einer Visitation, Wilhelm Krautwaschl die Evangelische Kirche Schladming um mit Senior und Superintendent-Stellvertreter Gerhard Krömer, Pfarrerin Martina Ahornegger und Pfarrer Manfred Mitteregger einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Ebenso fand ein Visitationstag durch eine Abendmesse mit dem Schalomchor in Haus seinen würdigen Abschluss. Berührende Begegnungen prägten die Besuche in Kinderkrippe Haus und in den Pfarrkindergärten Haus, Schladming und Öblarn. Auf spielerische Weise lernten die Jüngsten die kennzeichnende Ausstattung des Bischofs kennen. Hundertfacher Segen kam Wilhelm Krautwaschl bei der Morgenmesse in Assach entgegen. Die gesamte Gottesdienstgemeinde segnete ihn auf Anregung von Religionspädagogin Melitta Knaus mit ausgebreiteten Armen. Die Kinder zeichneten ihm ein Kreuz auf die Stirn. In der Aula der NMS Haus bereiteten dem Bischof die hauseigenen Schüler und die Volksschüler einen feierlichen Empfang. Er nahm die Einladung zum Interview gerne an und wurde mit Gesang, Texten und Zeichnungen beschenkt. Die Liebeserklärung einer Pflegeheimbewohnerin in Öblarn gehörte ebenfalls zu den „Highlights“. Die wertschätzende Einladung zum gemeinsamen Mahl beim „Bierfriedl“ in Pruggern genossen die Ehrenamtlichen im Mesnerdienst, der Leitung von Kirchenchören und Kirchenmusik, und die Bestattung Rudi Weiß. Über Historie und Erzeugung des Lodens informierte der Senior-Chef Kommerzialrat Willi Steiner bei der Betriebsführung in Mandling. Im benachbarten Gasthof Taferne überraschte den Bischof der Pichler-Kinderchor mit erfrischendem Gesang und es gab Zeit für den Austausch mit dem Pfarrgemeinderat. Die herausfordernde Vermittlung des Glaubens förderte der Dialog mit den katholischen Religionslehrern und Direktoren der Schulen zutage. Den Kranken widmete der Bischof einen Vormittag im Diakonissenkrankenhaus Schladming mit dem Besuch auf den Stationen, Heiliger Messe in der Hauskapelle, sowie Gesprächen mit Personal, Klinikleitung und Geschäftsführung. Freitag-Nachmittag lud die Diözesanleitung und die Regionalkoordinatoren P. Egon Homan OSB, Birgit Lesjak-Ladstätter und Martin Weirer zum Regionsstart in den Grimmingsaal der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt nach Raumberg. Pfarrlichen und politischen Vertretungen aus der seit 1. September 2018 anstelle der Dekanate geschaffenen Region, die sich mit dem Bezirk Liezen deckt, wurde das steirischen Kirchenentwicklungskonzept präsentiert. Von dem bisher Umgesetzten und wie konkret im Seelsorgeraum Oberes Ennstal weitergearbeitet wird, konnte sich der Bischof bei der Klausur am Samstag in der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Gröbming überzeugen. Die Heilige Messe in der Pfarrkirche Gröbming, mitgestaltet vom Kirchenchor, war Höhe- und Schlusspunkt der Visitationswoche mit unzähligen Begegnungen und Eindrücken. An allen Tagen begleiteten ihn der Leiter des Seelsorgeraumes Pfarrer Andreas Lechner, Seelsorger Dragan Juric, eine Vertretung der Regionalkoordination und Kaplan Daniel Gschaider, der gesamtverantwortlich für die Visitation war.